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  • Aug
    17

    LTE: Ist das noch günstig surfen?

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    Seit einigen Monaten ist der neue Mobilfunkstandard 4G, der meist als LTE bezeichnet wird, auch in Deutschland marktreif. Die ersten Anbieter sind T-Mobile, Vodafone und o2. Sie versprechen, man könne mit der neuen Technologie mit bis zu 50 MB/s im Download im Internet surfen. LTE ist damit schneller als DSL 6000. Aus diesem Grund, so die Netzanbieter, könne man mit dem neuen Standard günstig surfen, denn er ersetze den früheren DSL-Anschluss und das vorherige mobile Internet (UMTS), weshalb die Kosten vergleichbar klein seien. Aber stimmt das überhaupt?

    Fakt ist: LTE kann längst noch nicht überall in Deutschland bezogen werden, aber dies ist nur eine Frage der Zeit. Problematischer sind die Preise: Wer mit Topspeed das LTE-Netz nutzen möchten, zahlt 60 Euro im Monat. Vergleichbare Angebote für UMTS und klassisches DSL zusammen liegen bei nur 40 Euro monatlich. Selbst dann, wenn man das günstigste Angebot von LTE annimmt und eine niedrigere Surfgeschwindigkeit akzeptiert, betragen die Kosten noch immer um die 30 Euro.

    Zudem hat man in diesem Fall noch die nötige Hardware – was bisher noch weitestgehend unbekannt in Deutschland ist: Ein Smartphone ist nicht automatisch LTE-fähig, es benötigt dafür einen speziellen Chipsatz. Das iPhone als das meistverkaufte Smartphone weltweit kann nicht für den 4G-Standard verwendet werden. Wer LTE mit einem mobilen Endgerät verwenden möchte, muss deshalb erst einmal einen Stick oder ein neues Smartphone erwerben, dessen Preis wenigstens über 400 Euro beträgt. Mit LTE günstig surfen – noch geht dies deshalb nicht.

    Aus diesem Grund ist DSL noch eine Weile die richtige Wahl, um günstig surfen zu können. Denn bereits jetzt reagiert das klassische DSL auf LTE damit, dass es seine Preise senkt. Auf diesem Weg verhilft der neue Mobilfunkstandard doch schon dazu, günstig surfen zu können, wenn auch im Moment noch anders, als von den Anbietern beabsichtigt.

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